Ich stellte fest das, wenn ich meine körperliche Leistungsfähigkeit dauerhaft verbessern wollte, ein Trainingsplan allein oft nicht ausreicht. Wahre Veränderung erforderte von mir mehr als nur Bewegung; sie erforderte eine neue Lebensstrategie. Vor einiger Zeit habe ich mich dazu entschieden, meine Gesundheit und Fitness konsequent in den Mittelpunkt zu rücken.
Dabei wurde mir schnell klar: Dieser Prozess ist ein lebenslanges Training, das primär in meinem Kopf beginnt. Um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen, reichte es mir nicht, nur körperlich aktiv zu sein – ich musste ein klares mentales Handlungsmuster entwickeln. Mein Weg führte mich dabei durch vier entscheidende Phasen: von der ersten Einsicht bis hin zu meiner täglichen Routine als „Grenzgänger“.
Egal, in welchem Alter ich eine Veränderung anstrebe: Meine Lebensstrategie ist eine mentale Herausforderung. Ich habe gelernt: Wenn mein Geist keinen Drang zur Veränderung verspürt, wird mein Körper nicht folgen. Das Training meiner mentalen Einstellung ist daher das Fundament für jeden meiner körperlichen Erfolge.
Dazu gehört für mich die Ehrlichkeit, einsichtig mit mir selbst zu sein, und die Bereitschaft, ständig dazuzulernen – vor allem aus Fehlern. Auch das Akzeptieren des Scheiterns betrachte ich heute nicht als Rückschritt, sondern als notwendigen Teil meines Prozesses. Ich begreife diesen Ablauf als einen positiven Kreislauf, der mich täglich neu anspornt.
Ich habe meinen Prozess der Veränderung objektiv analysiert und in vier wesentliche Schritte unterteilt, die ich seitdem konsequent verfolge:
Einsicht war für mich das bewusste Resultat aus Wahrnehmung und Reflexion. In dieser Phase ging es mir noch nicht um die Lösung, sondern um eine ehrliche Bestandsaufnahme. Ich habe mir die Frage gestellt: „Wie nehme ich mich und mein äußeres Erscheinungsbild wahr?“ Erst aus meiner sachlichen Unzufriedenheit mit dem Ist-Zustand erwuchs die notwendige Kraft für meinen nächsten Schritt.
Wissen ist für mich die Basis jeder körperlichen Veränderung geworden. Statt vage Ziele wie „abnehmen“ zu verfolgen, habe ich begonnen, aus meinen bisherigen Fehlern zu lernen und mir konkrete Lernziele zu setzen:
Wie hoch ist mein tatsächlicher Kalorienbedarf?
Welche Nährstoffe benötige ich zu welcher Zeit?
Welche sportliche Aktivität traue ich mir realistisch zu, um Ziele zu erreichen?
Ich habe verstanden, dass Fortschritt ein wiederkehrender, planmäßiger Prozess ist. Nichts veränderte sich bei mir von heute auf morgen. Genau wie im Sport geht es mir darum, durch tägliche Routine gezielte Anpassungserscheinungen meines Körpers zu fördern. Um eine dauerhafte Leistungssteigerung zu erreichen, folge ich einem festen Plan.
Dies ist der Punkt meiner psychologischen Festigung. Jeden Tag verlasse ich bewusst meine Komfortzone. Wenn mein Gehirn Widerstände signalisiert und die Anstrengung hinterfragt, setze ich meine Leidenschaft und meine Bestimmung als korrigierendes Signal dagegen. Daraus formz sich meine Willensstärke. Das Überwinden dieser inneren Grenzen ist für mich der eigentliche Schrittmacher für ein vitales Leben.
Mein Weg hat mir gezeigt, dass Fitness kein Ziel ist, das ich einmal erreiche und dann abhake. Es ist eine fortlaufende Entwicklung, in der ich mich ständig als Trainierenden sehe. Mein Motto lautet daher: Ich lege los, egal in welchem Alter – um mich fit zu erleben.